
Das Blaue Kreuz in Deutschland ist ein christlicher Suchthilfeverband. Er sieht seinen Auftrag darin, Suchtkranken und ihren Angehörigen zeitgemäß und kompetent zu helfen sowie einer Suchtentwicklung vorzubeugen.
Zerbruch mitten im Leben
Oft sind es tiefgreifende persönliche Einschnitte, die Menschen zur Flasche oder anderen Suchtmitteln greifen lassen. Vielfach fehlt es an Ansprechpartnern, um die eigenen Sorgen und Ängste zu benennen und damit Lasten zu erleichtern. Stattdessen zieht man sich zurück, ohne die Probleme zu bearbeiten und aktiv an Lösungen zu suchen. Der Alkohol oder die Tablette bieten sich als schnelle Medizin an, weil sie betäuben.

In den Angeboten des Blauen Kreuzes werden den Menschen, die durch ihre Sucht gebunden sind, neue Perspektiven eröffnet. Die Gemeinschaft in den Selbsthilfegruppen bietet eine gute Basis, aus Erfahrungen zu lernen und miteinander die Stärke zu gewinnen, die zur Bekämpfung der Erkrankung nötig ist.
Treffen im „Saftladen“
Gemeinsam mit acht anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeite ich im Ortsverein Gummersbach des Blauen Kreuzes. Alle Mitarbeiter absolvierten eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer und nehmen an Weiterbildung und Supervision teil. Wir treffen uns wöchentlich dienstagsabends um 20 Uhr im „Saftladen“ in der La-Roche-sur-Yon-Str. 5 in Gummersbach. Etwa 35 bis 40 Betroffene und Angehörige nehmen regelmäßig an den Gruppenabenden teil.
Wir gehen außerdem in Schulen, Firmen, kirchliche Einrichtungen, bieten Informationsveranstaltungen in Kliniken, wirken mit bei der Gestaltung von Gottesdiensten, betreiben Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.
Wir arbeiten mit anderen Selbsthilfegruppen des Oberbergischen Kreises, Ärzten und der Fachberatungsstelle der Caritas eng zusammen. Damit wir unsere Arbeit kompetent weiterführen können, sind wir auf Unterstützung und Spenden angewiesen.
Renate Vogt,
Erste Vorsitzende des Blauen Kreuzes, Ortsverein Gummersbach,
Tel. (0 22 94) 76 91
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